Krebstier
Nordseegarnele
Crangon crangon
(VIId) Östlicher Ärmelkanal
Angelgebiet
Wild
Herkunft
5,4 cm
Mindestgröße
Beschreibung
Es handelt sich um eine kleine Garnele mit einem von Rücken zu Bauch leicht abgeflachten Körper. Im Gegensatz zu den Rosengarnelen (Palaemonidae) besitzt sie keinen zwischen den Augen hervorstehenden, gezahnten Rostrus (dieser ist sehr kurz und stumpf). Sie besitzt „Scheinscheren“ (subcheliphore Chelipeden), bei denen sich der bewegliche Finger auf eine breite Basis zurückzieht, was typisch für die Familie der Crangonidae ist. Ihr Name leitet sich von ihrer sandgrauen oder durchscheinenden Färbung ab, die mit kleinen braunen Punkten übersät ist. Sie verfügt über außergewöhnliche Tarnfähigkeiten (Homochromie), die es ihr ermöglichen, sich perfekt im Sediment zu tarnen. Ihre durchschnittliche Größe beträgt 5 bis 6 cm, sie kann jedoch eine maximale Länge von 9 cm erreichen.
Lebensraum
Es handelt sich um eine benthische Art, die in flachen Küstengewässern lebt. Sie lebt ausschließlich auf sandigem oder schluffigem Meeresboden. Tagsüber bleibt sie im Sand vergraben und lässt nur ihre Fühler und Augen herausragen, um nach Beute (kleine Würmer, Krebstiere) Ausschau zu halten oder Feinde zu erkennen. Nachts ist sie sehr aktiv. Man findet sie hauptsächlich in der Gezeitenzone und bis zu einer Tiefe von etwa 20 Metern. Sie verträgt das Brackwasser von Flussmündungen sehr gut.
Verteilung
Sie ist im Nordostatlantik äußerst weit verbreitet. Man findet sie vom Weißen Meer (Russland) und Norwegen im Norden bis zu den Küsten Marokkos im Süden. Sie kommt im Mittelmeer und im Schwarzen Meer vor, ist jedoch vor allem ein Symbol für die Nordsee, den Ärmelkanal und den Golf von Biskaya, wo sie in großem Umfang kommerziell befischt wird.