Salzpflanze
Portulak-Keilmelde
Halimione portulacoides
(VIId) Östlicher Ärmelkanal, (VIIe) Westlicher Ärmelkanal
Angelgebiete
Wild
Herkunft
—
Mindestgröße
Beschreibung
Die Obione (ihr gebräuchlichster französischer Name) ist ein kleiner, mehrjähriger Halbstrauch aus der Familie der Amaranthaceae. Es handelt sich um eine Pflanze, die an der Basis kriechend wächst und sich dann aufrichtet; sie wird in der Regel zwischen 20 und 50 cm hoch. Ihre Blätter sind gegenständig, fleischig und lanzettlich bis spatelförmig. Sie haben eine charakteristische silbergraue oder bläulich-graue Färbung, die auf winzige, schuppige Härchen zurückzuführen ist, die die Pflanze vor Salz schützen. Die Blüten sind sehr klein, grünlich bis gelblich und stehen in kaum sichtbaren endständigen Rispen zusammen (Blütezeit von Juli bis September).
Lebensraum
Sie ist typisch für Salzwiesen (Schorre) und Küstenmoore. Man findet sie vor allem im oberen Bereich der Gezeitenzone, wo der Boden regelmäßig, aber nur kurzzeitig von der Flut überflutet wird. Sie bevorzugt gut durchlässige schlammige oder sandig-schlammige Böden. Man sieht sie oft an den Rändern kleiner Entwässerungsgräben in Salzwiesen, da sie einen Boden schätzt, der nicht vollständig durchnässt bleibt (außerdem trägt sie zur Stabilisierung der Ufer bei).
Verteilung
Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich weit entlang der gemäßigten Küsten. In Europa ist sie an allen Küsten des Atlantiks, des Ärmelkanals und der Nordsee (von Dänemark bis zur Iberischen Halbinsel) sehr häufig anzutreffen. Sie kommt rund um das gesamte Mittelmeer sowie an den Küsten Nordafrikas bis hin zum Senegal vor. Auch an den Küsten Westasiens ist sie anzutreffen.